Mirage 2000 von Graupner

#1 von thermikgrobi , 09.10.2010 18:53

ICH BIN SOWAS VON SAUER!

Nachdem Donnerstag der Postbote klingelte, war heute Impelleraufbau angesagt.

Gleich zu Anfang:
Auch wenn das Teil nur von irgendeinem Chinafuzzi aufgekauft und auch von Graupner vertrieben wird, den Namen Graupner hat das Teil definitiv nicht verdient. Von den Leuten aus Kirchheim/Teck darf man mehr erwarten, selbst wenn ich den Flieger neu für 45,00 Tacken ersteigert habe. Wenn ich mir das Teil im Graupnervertrieb anschaue und sehe, was die dafür haben sonst haben wollen, ist das n Lacher.

Der Rumpf:
Einfachstyro, nix Epo oder so... entsprechend empfindlich ist das Teil.

Der Akkuschacht:
Graupner sagt, da soll ein 2000 mhA rein. Hab ich nicht, also muss es ein 2200 tun. Aber in den Akkuschacht passt mit sehr viel guten Willen lediglich ne größere Knopfzelle. Was soll der Scheiß? Also Dremel ausm Regal und Wegfräsen ohne Ende. Nach massivem Materialabbau passt der Akku endlich, wenn auch nur sehr knirsch. Dafür ist kein Platz mehr für den Empfänger. Dremel nochmal raus und unterm Rumpf, woanders ging das Ding nicht hin, nochmehr von der Scheisse wegfräsen. Sieht nicht schön aus, aber hält!

Das Kleben der Flächen:
Schön Harz auf den Flächenansatz und ab auf den Rumpf. Aber was ist das? Irgendwie guckt zwischen Fläche und Rumpf n Stück Papier raus. Da Harz noch frisch, Fläche nochmal ab, und siehe da... die Spinner haben auf den Flächen- und Rumpfansatz Papierklebeband aufgetragen um beides beim Lackieren vor Farbe zu schützen. Aber weder sagt das die Aufbauanleitung, noch sieht man das wirklich vor dem Kleben, denn dafür sitzt das Scheißklebeband nämlich so passgenau, dass das kein Luchsauge erkennen kann. Da ne Verklebung Papier auf Papier wohl kaum die ersten 10m in der Luft aushalten würde, das ganze Rotzklebeband runter.. in kleinsten Einzelteilen... schon jetzt bin ich kurz vor Tonne auf und weg das Ding.

Nach etwas mehr als 3 Stunden ist der Mist fertig und ab auf die Wiese.

Der Start:
Das Ding braucht und braucht und braucht und braucht... insg. 3 Anläufe bis das Teil auf dem letzten Drücker kurz vorm Feld nach gut 30!!! Metern Startweg endlich in der Luft ist. Leider hatte ich vergessen Expo einzustellen und so war das Teil von Anfang an sowas von zappelig auf den Querrudern, dass nach 1 - 1 1/2 Minuten und dem absoluten Eiertanz die Zwangslandung anstand... sah auch nicht schön aus... Plastiknase hat einen weggekricht, was aber schon wieder geharzt und in Ordnung ist. Dazu noch ca. 1 cm Fläche angerissen, ist auch schon wieder fit! Nach der Landung hätte ich erwartet, dass alles im Arsch ist.

Das Positive:
Das Fahrwerk! Auch hier hätte ich erwartet, dass bei der Landung alles rausgerissen wäre. Aber nix! Sitzt wie ne Eins!

Fazit:
Finger weg von dem Ding! Ich werde die auch nur ohne Rücksicht auf Verluste prügeln bis zum bitteren Ende (wird wahrscheinlich nicht lange brauchen). Und Graupner kricht nen netten Brief, was für Mist die unter ihrem Label verkaufen!


Angefügte Bilder:
Mirage001.jpg   Mirage002.jpg  
 
thermikgrobi
alter Seebär
Beiträge: 583
Registriert am: 25.08.2009


RE: Mirage 2000 von Graupner

#2 von Ray , 11.10.2010 01:36

Schade dass Du so eine negativ Erfahrung damit machen musstest.
Aber vielen vielen Dank, dass Du das so ausführlich beschrieben hast.
War sehr interessant zu lesen und ich habe nun meine Ruhe (hatte da ja drauf geboten)!!!

Tja manchmal frage ich mich, was die Leute bei so einer Firma wie Graupner, (Robbe), etc.
so den ganzen Tag machen. Wenn man über Jahrzehnte so einen Großen Namen, bzw. Marke aufgebaut hat,
warum lässt man sie dann dermaßen verkommen???

Naja, dass ist zu hoch für mich....


 
Ray
alter Seebär
Beiträge: 1.186
Registriert am: 22.01.2005

zuletzt bearbeitet 11.10.2010 | Top

RE: Mirage 2000 von Graupner

#3 von thermikgrobi , 12.10.2010 07:47

mmmhhh...

Hab das dingen am Montag 3x in der Luft gehabt. Mit Expo auf den Querruder ein völlig anderes Flugzeug. Fliegt die erstmal, fliegt sie gar nicht schlecht. Einziges Problem: das Teil ist wirklich schnell unterwegs und lässt sich auch zur Landung nicht wirklich langsam machen.

Ergebnis: beim ersten mal hats ne minimale Ecke der rechten Fläche weggeknickt (schnell nach hause und wieder angeharzt) und später hats die Aufhängung vom anlegbaren Bugfahrwerk erwischt (auch bereits wieder mit Harz und Matte repariert).

Also, ein wenig revidiere ich meine Meinung: vergisst man den Bastelärger und -aufwand UND vergisst man vor allen Dingen nicht die korrkte Expoeinstellung, ist das Teil n spassiger Impellerjet.


 
thermikgrobi
alter Seebär
Beiträge: 583
Registriert am: 25.08.2009


   

Pilatus P6
Neues Projekt: DELTA-BOX

Xobor Ein Kostenloses Forum | Einfach ein Forum erstellen