Welches Boot?????

#1 von jürgen ( Gast ) , 07.04.2006 00:16

Hallo,

auf eurer Homepage kann man lesen, dass ihr grds. 4 verschiedene Boote fahrt, unter anderem die MM von Graupner und die Windstar von Robbe. Ich bin Anfänger, was das Segeln betrifft, RC-mässig habe ich mich bereits ausgetobt (1:10 RC-Cars und diverse Schiffe, u.a. Bermpohl). Frage: welches von beiden nehmen? Grösse gefällt mir immer sehr gut, auch bin ich nicht gerade der absolute Feinmotoriker.... Aber, wenn ich (bei euch) mitsegeln will, dann die MM???

Wie lange dauert der Aufbau des Bootes? Wie Aufwändig ist das Erstellen des Segels?

Help.. Danke

Jürgen


jürgen

RE: Welches Boot?????

#2 von thomas0906 , 07.04.2006 10:08

Also ich segele die MM und die Cup Racer 914.

Schau Dir die Cup Racer mal an! Vielleicht finden sich ja noch mehr, damit man auch damit Regatten segeln kann :-)

Ansonsten segeln wir bisher gegeneinander nur mit der MM.
Aufbauzeit ca. 2-3 Wochen schätze ich.
Originalsegel snid schon i.O. andere Segel kann man teuer kaufen.
Selbermachen hab ich keine Erfahrung, soll recht aufwendig sein.

Bis bald
Thomas



 
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RE: Welches Boot?????

#3 von DonKracho , 07.04.2006 12:31

Hallo Jürgen,

in Hannover haben wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt, die Micro Magic von Graupner. Die Boote segeln wirklich gut, im Gegensatz zu anderen Fertig- oder Bausatz-Booten der gleichen Grössenordnung. OK, die MM ist etwas mickrig und ich fand sie auch noch hässlich. Die MM hat aber den Vorteil, dass sie aufgetakelt in jeden Kofferaum passt und sofort einsatzbereit ist. (AEG Anklemmen, einschalten, geht) In den Sommermonaten werden wir bestimmt regelmässig Gruppen von 5 bis 9 MMs zusammenbekommen, dann macht es richtig Spass.

Graupner hat ein Nachfolgemodell, die Racing Version, angekündigt von dem aber auch auf der Modellbau-Messe in Dortmund noch nichts zu sehen ist. Da kann man leider nur spekulieren wann es endlich im Handel verfügbar ist. Der Vorteil der Racing MM ist aber, dass einiges an Verbesserungen, die sich mit der Zeit etabliert haben, schon im neuen Baukasten enthalten sein wird (insbesondere bessere Segel). In den Niederlanden wird zwar heiss diskutiert aber in Deutschland wirst Du auch mit der neuen Version an Regatten teilnehmen dürfen. Es gibt keine Klassenvereinigung wobei man wohlmöglich noch einem Verein angehören muss. Alles locker flockig und nicht bierernst, dennoch existiert eine Rangliste, das macht halt die MM aus.

Die Car-Fernsteuerung wirst du sicherlich auch für die MM benutzen können. Ich verwende aktuell auch ein Pistolenfunke.


 
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RE: Welches Boot?????

#4 von jürgen ( Gast ) , 07.04.2006 12:55

Hallo,

erst mal vielen Dank für die Antworten.
Zur RC-Anlage: ich habe da so ziemlich "vieles", was es mal so gab. Im Keller liegen sogar noch die gelben Graupner S8 und S12 Sender rum.... Noch gebrauchsfähig ist eine Multiplex 7-Kanal-Anlage ein Pistolensender und ein 27Mhz-Pistolensender.

Zum Boot
Ist die cup 914 das von der Modellwerkstatt in Bremen?? Der liefert ja schon wieder eine RC-Anlage mit..... Mein Weib erschlägt mich (wobei das kein Grund GEGEN das modell ist). In der Tat empfinde ich die MM als klein, und meine Erfahrung sagt mir: etwas grösser ist immer besser (weil unempfindlicher). ABER: was nützt mir das tollste Modell wenn man keine Tipps bekommen kann und keiner mit einem fährt.... In den Auto-RC-Klassen ist eine derartige Materialschlacht im Gange, so dass ich mich davon wieder loseisen musste. Pro Renntag mindestens 100Euronen anReifen, alle 2 Renntage ein neuer Motor (90Euro, dazu 6 Akkusätze zu je 100E) Und die sich dann herausbildenden Herstellergebundenen Klassen waren auch nur die halbe Wahrheit.

Ich schau mir mal die MM genauer an. Ähmm.... wie geht man mit den Basteltipps von kkoll um? 6 Servos????

Ich arbeite in Hannover und hätte dann gern in der Woche abends etwas Abwechselung. Von daher wäre die MM, kofferraumtauglich schon gute Chancen. Was mir gut gefällt, ist, dass man hier mal Bautipps bekommen kann. Von "bierernst" halte ich nichts mehr.

Was mich momentan abschreckt, ist die doch recht hohe Spezifika, die in diesen Segel-Modellen steckt. Davor habe ich einen mords-Respekt! Lümmelbeschlag, Fieren, Baumniederholer Dyneema, Vorliekspanner, Rigg Icarex-Tuch etc. das ist ja eine komplette Fremdsprache!

Jürgen


jürgen

RE: Welches Boot?????

#5 von DonKracho , 07.04.2006 13:54

Ja, die Cup 914 wird in Deutschland von der Modellbauwerkstatt Bremen (Walter Pfennig) vertrieben. Ohne Thomas und Walter nun zu nahe treten zu wollen sehe ich aber keine grossen Verbreitungschancen für das Boot. Für mich ist die CR914 ein fast unbeschriebenes Blatt zu nah an der IOM Klasse die sich in Deutschland durchgesetzt hat. Die IOM ist ein reines für Regatten optimiertes Modell ohne irgendwelche Scale Ambitionen. Aber ähnlich wie von Dir beschrieben artet es zu einer sündhaft teuren Materialschlacht aus.

Bei der MM schlackert man zwar auch mit den Ohren, dass so ein paar ABS Teile 100 EUR kosten sollen, aber dennoch hält es sich preislich in Grenzen. Natürlich kann man auch dieses Modell vergolden, aber es ist nicht notwendig um mit an der Spitze segeln zu können. Klaus hat einen Sender mit vielen Kanälen und die wollten auch mal benutzt werden;) Über Sinn und Zweck lässt sich streiten, für ihn sicherlich ein Experimatalmodell um im Betrieb alle möglichen Trimmumgen und deren Auswirkung auszutesten. Auf Grund der Modellgrösse ist ist schon bald die Entfernung zu gross um Veränderungen am Segeltrimm wirklich erkennen zu können. Zugegebener Weise ist Klaus der Beste aus der Hannoveraner Gruppe, das war aber er auch schon vor den vielen Servos.

Die MM bietet erstaunlich viel Trimmmöglichkeiten, da können auch grössere Baukastenboote nicht mithalten und reagiert auch empfindlich auf einen richtigen Trimm. Um sich mit der Modellsegelmaterie vertraut zu machen wie ich finde ein optimales Boot.

P.S. Ich hatte zuvor eine Robbe Comtesse. Nachdem ich die MM aufgebaut hatte stand die Comtesse nur noch im Keller rum und verstaubte. Letztes Jahr habe ich sie dann an Reiner (Hildesheim) verkauft.


 
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